eplinius Rechtsanwälte anrufen   0331 - 231 8010             Nachricht per WhatsApp senden   0157 - 859 12 122 | WhatsApp             eplinius Rechtsanwälte per Mail anschreiben   kanzlei@eplinius.de             Fahrt zur Apotheke planen   Mo-Do 8.00-18.00 Uhr | Fr 8.00-16.00 Uhr

Minderung des Pflichtanteils¬≠anspruchs aufgrund zuk√ľnftiger Grabpflegekosten

08 April 2022

In einem Fall, den der Bundesgerichtshof zu entscheiden hatte, ging es um die Frage, ob die Kosten der zuk√ľnftigen Grabpflege f√ľr einen Zeitraum von 20 Jahren in H√∂he von insgesamt etwa 3.500 ‚ā¨ bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs Ber√ľcksichtigung finden m√ľssten.

Der BGH kommt zu dem Ergebnis, dass Nachlassverbindlichkeiten grunds√§tzlich vom Nachlass abgezogen werden k√∂nnen, worunter regelm√§√üig auch die Kosten f√ľr eine Beerdigung fallen.¬†

Die Kosten f√ľr die zuk√ľnftige(!) Pflege des Grabes geh√∂ren hierzu aber gerade nicht und sind daher auch nicht von dem Nachlasswert abzuziehen, nach dem der Pflichtteil berechnet wird. Dies gilt selbst dann, wenn im Testament etwas anderes verf√ľgt wurde. Der gesetzlich verankerte starke Pflichtteilsanspruch genie√üt insoweit Vorrang vor derartigen testamentarischen Gestaltungen. Wie h√§ufig besteht der Sinn und Zweck dieser Regelung darin, dass die gesetzlichen Pflichtteilsanspr√ľche der Pflichtteilsberechtigten nicht geschm√§lert oder ausgeh√∂hlt werden sollen.

H√§tte der Erblasser noch zu Lebzeiten einen sogenannten Grabpflegevertrag geschlossen, w√§hren die Kosten hingegen bei der Berechnung des zu verteilenden Nachlasses zu ber√ľcksichtigen gewesen.

Es zeigt sich wieder, dass eine lebzeitige Vorsorge f√ľr den Sterbefall stets ratsam ist.

Die Potsdamer Rechts­anwalts­kanzlei eplinius unterst√ľtzt Sie mit einer kostenfreien Kurzinfo. Melden Sie sich gern bei uns. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.


Weitere interessante Beiträge


© EPLINIUS Rechtsanwälte